Leasingarten in der Schweiz

Finanzierung und Rechnungswesen

Stand: 23. Februar 2026 | online-kurs.ch

Leasing in der Schweiz bietet vielfältige Finanzierungsmöglichkeiten für Privatpersonen und Unternehmen, von klassischem Privat- und Business-Leasing bis hin zu innovativen Modellen wie Pay-as-you-earn und All-inclusive-Leasing. Diese Leasingarten unterscheiden sich in ihrer Vertragsgestaltung, Anwendung und den damit verbundenen Vorteilen, wobei auch zwischen direktem und indirektem Leasing differenziert wird.


Übersicht der Leasingarten

Die Schweizer Leasinglandschaft bietet eine Vielzahl von Optionen, die auf unterschiedliche Bedürfnisse zugeschnitten sind. Zu den gängigsten Varianten zählen:

  • Privatleasing: Für Einzelpersonen, die ein Fahrzeug ohne Eigentumserwerb nutzen möchten.
  • Business Leasing: Speziell für Unternehmen und KMUs konzipiert, mit steuerlichen Vorteilen.
  • Restwertleasing: Der zukünftige Fahrzeugwert wird bei Vertragsbeginn festgelegt.
  • Kilometerleasing: Die Leasingrate richtet sich nach der vereinbarten Fahrleistung.
  • All-inclusive Leasing: Umfasst zusätzliche Dienstleistungen wie Versicherung und Wartung.

Diese Leasingarten ermöglichen es Nutzern, flexibel auf ihre finanziellen Möglichkeiten und spezifischen Anforderungen einzugehen, wobei jede Variante ihre eigenen Vor- und Nachteile mit sich bringt.

Leasingarten im Überblick 1 Privatleasing Zielgruppe: Privatpersonen Kein Eigentumserwerb Dem KKG unterstellt Basis: Fixe monatliche Rate 2 Business Leasing Zielgruppe: Unternehmen und KMU Rate als Aufwand absetzbar KKG nicht anwendbar Basis: Fixe monatliche Rate 3 Pay-as-you-earn Zielgruppe: Unternehmen Finanzierung aus eigenem Ertrag Bilanzneutral Basis: Erwirtschafteter Ertrag 4 Restwertleasing Restwert bei Vertragsstart fixiert Tiefere Monatsraten möglich Nachzahlung bei Minderwert Basis: Restwertgarantie 5 Kilometerleasing Rate nach Fahrleistung berechnet Mehr-/Minderkilometer-Abrechnung Kein Restwertrisiko Basis: Kilometer pro Jahr 6 All-inclusive Leasing Inkl. Versicherung und Wartung Reparaturen und Reifen inklusive Volle Planungssicherheit Basis: Monatliche Pauschale
Single Choice

Welche Leasingart untersteht in der Schweiz dem Konsumkreditgesetz (KKG)?


Typische Beispiele

Klicken Sie auf eine Karte, um das Beispiel zu sehen.

Privatleasing

PrivatleasingEinzelperson: Fixe Rate, kein EigentumKlicken zum Aufdecken
Kernmerkmal: KKG-pflichtigEin Angestellter least einen VW Golf für CHF 350/Mt. Er nutzt das Auto, erwirbt aber kein Eigentum daran. Das Privatleasing untersteht dem Konsumkreditgesetz (KKG): Der Anbieter muss eine Kreditfähigkeitsprüfung durchführen.
PrivatleasingFamilie: Rückgabe ohne RestwertrisikoKlicken zum Aufdecken
Kernmerkmal: Einfache RückgabeEine Familie least einen Kombi für 4 Jahre. Am Vertragsende wird das Auto einfach zurückgegeben. Anders als beim Restwertleasing muss die Familie keinen Restwert garantieren. Der Zustand des Fahrzeugs wird bei Rückgabe geprüft.
PrivatleasingBudget: Planbare FixkostenKlicken zum Aufdecken
Kernmerkmal: BudgetsicherheitEine Privatperson verdient CHF 5’500/Mt. und least einen Neuwagen für CHF 400/Mt. Die fixe Rate ermöglicht eine klare Budgetplanung. Wichtig: Beim Privatleasing darf die monatliche Belastung die Kreditfähigkeit gemäss KKG nicht überschreiten.

Business Leasing

Business LeasingKMU: Rate als BetriebsaufwandKlicken zum Aufdecken
Kernmerkmal: Steuerlich absetzbarEin KMU least drei Lieferwagen für je CHF 800/Mt. Die gesamte Rate von CHF 2’400/Mt. wird als Fahrzeugaufwand verbucht und reduziert den steuerbaren Gewinn. Beim Privatleasing ist dieser Steuerabzug nicht möglich.
Business LeasingHandwerker: Kein KKG anwendbarKlicken zum Aufdecken
Kernmerkmal: Keine KKG-PflichtEin Elektrobetrieb least Servicefahrzeuge. Anders als beim Privatleasing gilt das Konsumkreditgesetz hier nicht. Es braucht keine Kreditfähigkeitsprüfung nach KKG. Die Konditionen werden frei zwischen Unternehmen und Leasinggesellschaft verhandelt.
Business LeasingSelbständige: Geschäfts- vs. PrivatanteilKlicken zum Aufdecken
Kernmerkmal: Anteilsmässige VerbuchungEine Architektin least ein Auto für CHF 600/Mt. Sie nutzt es zu 70% geschäftlich und 30% privat. Nur der geschäftliche Anteil (CHF 420) ist als Aufwand absetzbar. Der Privatanteil (CHF 180) gilt als Privatbezug und muss entsprechend deklariert werden.

Pay-as-you-earn Leasing

Pay-as-you-earnLandwirt: Saisonale Erträge decken RateKlicken zum Aufdecken
Kernmerkmal: Saisonale ErtragskopplungEin Landwirt least einen Traktor für CHF 2’000/Mt. Die Leasingrate wird aus den Ernteerträgen bezahlt. Besonderheit: Die Raten können saisonal angepasst werden. Im Winter tiefer, nach der Ernte höher. Das Objekt muss keine eigene Vorfinanzierung haben.
Pay-as-you-earnArztpraxis: Gerät bezahlt sich selbstKlicken zum Aufdecken
Kernmerkmal: Direkte ErtragsfinanzierungEine Arztpraxis least ein MRI-Gerät für CHF 5’000/Mt. Jede MRI-Untersuchung bringt CHF 800 ein. Nach ca. 7 Untersuchungen pro Monat ist die Rate gedeckt. Entscheidend: Der Ertrag des Objekts deckt die Rate direkt. Das unterscheidet Pay-as-you-earn vom normalen Business Leasing.
Pay-as-you-earnBauunternehmen: Bilanzneutrale InvestitionKlicken zum Aufdecken
Kernmerkmal: BilanzneutralEin Bauunternehmen least einen Kran für CHF 8’000/Mt. Der Kran wird auf Baustellen eingesetzt und über die Projektabrechnungen finanziert. Vorteil gegenüber Kauf: Der Kran erscheint nicht in der Bilanz des Unternehmens. Die Eigenkapitalquote bleibt unverändert.

All-inclusive Leasing

All-inclusiveEinzelperson: Alles in einer RateKlicken zum Aufdecken
Kernmerkmal: KomplettpaketEine Geschäftsführerin zahlt CHF 950/Mt. Darin enthalten: Fahrzeug, Vollkasko, Haftpflicht, Wartung und Reifen. Beim normalen Leasing kämen Versicherung (CHF 200) und Wartung (CHF 80) separat dazu. All-inclusive kostet mehr pro Monat, aber es gibt keine unerwarteten Zusatzkosten.
All-inclusiveFamilie: Keine ÜberraschungenKlicken zum Aufdecken
Kernmerkmal: Null unerwartete KostenEine Familie least ein Elektroauto für CHF 750/Mt. all-inclusive. Im 2. Jahr braucht das Auto neue Bremsen (CHF 1’200): im All-inclusive bereits enthalten. Beim Standardleasing hätte die Familie diese Rechnung selbst bezahlen müssen. Das ist der entscheidende Unterschied.
All-inclusiveFlotte: Minimale AdministrationKlicken zum Aufdecken
Kernmerkmal: Kein VerwaltungsaufwandEin Unternehmen least 20 Fahrzeuge all-inclusive. Der Leasinganbieter organisiert alle Termine, Reifenwechsel und Reparaturen. Das Unternehmen erhält eine einzige Monatsrechnung. Beim normalen Business Leasing müsste die Firma 20 Versicherungen, Werkstatttermine und Reifenlager selbst koordinieren.

Restwertleasing

RestwertleasingHoher Restwert: Tiefere Rate, höheres RisikoKlicken zum Aufdecken
Kernmerkmal: Tiefe Rate dank RestwertAuto CHF 40’000, Restwert 60% (CHF 24’000). Nur CHF 16’000 werden über die Raten finanziert: tiefe Monatsrate. Risiko: Ist das Auto am Ende weniger wert als CHF 24’000, zahlt der Leasingnehmer die Differenz. Je höher der Restwert, desto tiefer die Rate, aber desto höher das Nachzahlungsrisiko.
RestwertleasingTiefer Restwert: Höhere Rate, weniger RisikoKlicken zum Aufdecken
Kernmerkmal: Sicherheit durch tiefen RestwertAuto CHF 40’000, Restwert 30% (CHF 12’000). CHF 28’000 werden über die Raten finanziert: höhere Monatsrate. Vorteil: Die Wahrscheinlichkeit einer Nachzahlung ist gering, weil der Marktwert des Autos den tiefen Restwert meist übersteigt. Ideal für risikoscheue Leasingnehmer.
RestwertleasingKaufoption: Übernahme zum RestwertKlicken zum Aufdecken
Kernmerkmal: Übernahme ins EigentumEin KMU least Firmenautos mit Restwert CHF 15’000 nach 3 Jahren. Am Ende kann das KMU die Autos zum Restwert kaufen. Das unterscheidet Restwertleasing vom Kilometerleasing: Dort gibt es keine feste Kaufoption. Der definierte Restwert ist gleichzeitig der Kaufpreis bei Übernahme.

Kilometerleasing

KilometerleasingVielfahrer: Rate basiert auf kmKlicken zum Aufdecken
Kernmerkmal: Kilometerbasierte RateEin Aussendienstmitarbeiter vereinbart 30’000 km/Jahr. Die Rate wird auf diese Fahrleistung berechnet. Beim Restwertleasing bestimmt der Fahrzeugwert die Rate. Beim Kilometerleasing bestimmt die Fahrleistung die Rate. Das Restwertrisiko trägt hier der Leasinggeber, nicht der Leasingnehmer.
KilometerleasingAbrechnung: Mehr-/MinderkilometerKlicken zum Aufdecken
Kernmerkmal: Nachträgliche km-AbrechnungEin Taxiunternehmen vereinbart 50’000 km/Jahr. Am Vertragsende wurden 55’000 km gefahren. Für die 5’000 Mehrkilometer wird nachbelastet (z.B. 15 Rp./km = CHF 750). Bei Minderkilometern gibt es eine Gutschrift. Beim Restwertleasing gibt es keine solche km-Abrechnung.
KilometerleasingWenigfahrer: Günstiger als RestwertKlicken zum Aufdecken
Kernmerkmal: Kein RestwertrisikoEine Privatperson fährt nur 8’000 km/Jahr. Die Rate ist tief, weil wenige Kilometer vereinbart sind. Entscheidender Unterschied zum Restwertleasing: Es gibt kein Risiko einer Nachzahlung wegen Wertminderung. Abgerechnet wird ausschliesslich über die gefahrenen Kilometer.
Kategorisierung

Ordnen Sie die folgenden Situationen der passenden Leasingart zu:

Ein Aussendienstmitarbeiter fährt beruflich 30’000 km pro Jahr und will nur die effektiv gefahrenen Kilometer bezahlen.
Eine Zahnarztpraxis least ein neues Röntgengerät. Die Leasingraten werden aus den Einnahmen der Behandlungen bezahlt.
Eine Geschäftsführerin will einen Firmenwagen mit Versicherung, Wartung und Reifenwechsel in einer monatlichen Pauschale.

Pay-as-you-earn Leasing

Das Pay-as-you-earn Leasing, auch als «Pay as you earn»-Methode bekannt, ist ein innovatives Finanzierungsmodell, das besonders für Unternehmen attraktiv ist. Bei dieser Leasingvariante finanziert sich das Leasingobjekt durch die laufende Nutzung selbst, wobei die Leasingraten aus dem erwirtschafteten Ertrag bezahlt werden. Dieses Prinzip bietet mehrere Vorteile:

  • Keine Vorfinanzierung erforderlich.
  • Bilanzneutral, da die Aktivierung beim Leasinggeber erfolgt.
  • Schont die Liquidität des Unternehmens.
  • Ermöglicht eine Kostenkongruenz zwischen Aufwand und Ertrag.
Pay-as-you-earn: Selbstfinanzierungskreislauf Kreislauf Selbst- finanzierung 1 Leasingobjekt Traktor, Diagnosegerät, Software Wird produktiv eingesetzt 2 Ertrag aus Nutzung Ernte, Behandlungen, Aufträge Einnahmen decken die Kosten 3 Leasingrate Bezahlung aus Erträgen Keine Vorfinanzierung nötig erzeugt finanziert ermöglicht Keine Vorfinanzierung Bilanzneutral Liquiditätsschonend Kostenkongruenz

Besonders beliebt ist diese Leasingform bei Nutzfahrzeugen, Baumaschinen und spezialisierten Geräten wie medizinischen Diagnosesystemen oder Softwarelösungen. Ein typisches Beispiel wäre ein Landwirtschaftsbetrieb, der einen Traktor least, der sich durch die Ernteerträge refinanziert, oder eine Medizinpraxis, die ein Diagnosegerät least, das sich durch Patientenbehandlungen amortisiert.

Wahr/Falsch

Beurteilen Sie die folgenden Aussagen zum Pay-as-you-earn Leasing:

a) Beim Pay-as-you-earn Leasing muss der Leasingnehmer das Objekt vorfinanzieren, bevor es Erträge generiert.

b) Pay-as-you-earn Leasing ist bilanzneutral, da die Aktivierung beim Leasinggeber erfolgt.


Direktes und indirektes Leasing

Bei der Vertragsgestaltung unterscheidet man zwei grundlegende Leasingformen: Das direkte und das indirekte Leasing.

Direktes Leasing

Beim direkten Leasing entsteht eine Zwei-Parteien-Beziehung zwischen dem Hersteller als Leasinggeber und dem Leasingnehmer, wobei der Hersteller das Investitionsrisiko trägt. Diese Form ist besonders in der Fahrzeug-, Büromaschinen- und Computerindustrie verbreitet.

Direktes Leasing (Zwei-Parteien-Beziehung) Hersteller = Leasinggeber (trägt Investitionsrisiko) Leasingnehmer Unternehmen oder Privatperson Leasingobjekt Leasingraten Typisch: BMW Financial Services, AMAG Leasing, Mercedes-Benz Financial Services Verbreitet in der Fahrzeug-, Büromaschinen- und Computerindustrie

Indirektes Leasing

Im Gegensatz dazu entsteht beim indirekten Leasing ein Dreiecksverhältnis zwischen Leasingnehmer, Leasinggesellschaft und Hersteller. Hierbei wählt der Leasingnehmer das Objekt beim Hersteller aus, die Leasinggesellschaft kauft es und überlässt es dem Leasingnehmer zur Nutzung gegen Leasingraten.

Indirektes Leasing (Dreiecksverhältnis) Hersteller / Lieferant Liefert das Leasingobjekt Leasinggesellschaft Kauft das Objekt und vermietet es Leasingnehmer Nutzt das Objekt, zahlt Raten Kaufvertrag Leasingvertrag und Raten Lieferung Typisch: Migros Bank, Cembra, BCGE, GRENKE, ALD Automotive, ARVAL
Zusammengefasst: Beim direkten Leasing ist der Hersteller gleichzeitig der Leasinggeber (z.B. AMAG Leasing). Beim indirekten Leasing schaltet sich eine unabhängige Leasinggesellschaft oder Bank dazwischen (z.B. Migros Bank, Cembra). In der Praxis ist indirektes Leasing über Banken und unabhängige Gesellschaften die häufigere Variante.
Multiple Choice

Welche Aussagen treffen auf das indirekte Leasing zu? (Mehrere Antworten möglich)

Fallentscheidung

Analysieren Sie den folgenden Sachverhalt:

Situation: Die Bäckerei Müller AG möchte einen neuen Lieferwagen leasen. Der Geschäftsführer geht direkt zur Migros Bank und schliesst dort einen Leasingvertrag ab. Die Migros Bank kauft das Fahrzeug beim ausgewählten Händler und stellt es der Bäckerei zur Verfügung.

Frage: Um welche Leasingform handelt es sich?


Typische Leasinganbieter

In der Schweiz bieten verschiedene Arten von Unternehmen Leasingdienstleistungen an:

Die klassischen Banken wie Migros Bank, Cembra oder BCGE bieten herstellerunabhängiges Leasing an. Diese Finanzinstitute konzentrieren sich hauptsächlich auf die Finanzierungsaspekte und überlassen die Auswahl des Leasingobjekts dem Kunden. Ein typisches Beispiel ist die Finanzierung eines Firmenfahrzeugs über die Migros Bank, wobei der Kunde das Fahrzeug bei einem beliebigen Händler aussuchen kann.

Automobilhersteller wie BMW Financial Services, Mercedes-Benz Financial Services oder AMAG Leasing bieten Leasing direkt für ihre eigenen Fahrzeuge an. Diese Form ermöglicht oft attraktivere Konditionen und spezielle Aktionen. Ein Beispiel ist das Leasing eines neuen Audi über AMAG Leasing mit All-inclusive-Paket, das Versicherung und Wartung beinhaltet.

Unabhängige Leasinggesellschaften wie ALD Automotive, Leaseforce oder ARVAL haben sich auf bestimmte Marktsegmente spezialisiert. Sie bieten oft umfassende Dienstleistungspakete an, beispielsweise Flottenmanagement für Unternehmen oder spezielle Leasingmodelle für medizinische Geräte.

Neue digitale Anbieter wie Gowago.ch haben sich als Vermittler zwischen traditionellen Finanzierern und Kunden etabliert. Sie bieten moderne All-in-one-Lösungen an und vereinfachen den Leasingprozess durch digitale Prozesse. Ein typisches Beispiel ist die Vermittlung eines Leasingvertrags zwischen der Migros Bank und dem Kunden, wobei die Plattform zusätzliche Services wie Versicherung und Wartung koordiniert.

Für spezielle Branchen gibt es spezialisierte Leasinganbieter wie GRENKE, die sich auf IT-Equipment und Büroausstattung spezialisiert haben. Ein typisches Beispiel ist das Leasing von Druckern und Kopierern für KMUs oder die Finanzierung von medizinischen Geräten für Arztpraxen.

Leasinganbieter und ihre Zuordnung Direktes Leasing 1 Automobilhersteller BMW FS, Mercedes FS, AMAG Leasing Eigene Fahrzeuge, Aktionskonditionen, oft mit Full-Service 2 IT- und Büromaschinen-Hersteller Hersteller mit eigenem Leasing-Angebot Drucker, Kopierer, Server, Telefonanlagen Indirektes Leasing 3 Banken: Migros Bank, Cembra, BCGE 4 Unabhängige: ALD, ARVAL, Leaseforce 5 Digital: Gowago 6 Spez.: GRENKE

Full-Service-Option im Leasing

Die Full-Service-Option erweitert klassische Leasingverträge um umfassende Dienstleistungen und bietet Leasingnehmern eine Rundumbetreuung.

Diese Variante umfasst neben der Fahrzeugfinanzierung zusätzliche Services wie Wartung, Reparaturen, Versicherungen und oft auch die Abwicklung von Schadensfällen. Obwohl die monatlichen Raten bei diesem Modell höher ausfallen, profitieren Nutzer von einer verbesserten Planungssicherheit und einem reduzierten administrativen Aufwand. Besonders attraktiv ist diese Option für Unternehmen, die eine Fahrzeugflotte betreiben, sowie für Privatpersonen, die Wert auf ein sorgenfreies Fahrerlebnis legen.

Full-Service-Option: Enthaltene Leistungen Alles in einer monatlichen Pauschale 1 Finanzierung Monatliche Leasingrate Fixe Kosten pro Monat Basis 2 Versicherung Haftpflicht und Vollkasko Rundum abgesichert Inklusive 3 Wartung Service nach Plan Regelmässige Kontrollen Inklusive 4 Reparaturen Verschleiss- teile inklusive Keine Extra- kosten Inklusive 5 Reifen Wechsel und Einlagerung Sommer- und Winterreifen Inklusive 6 Schaden- abwicklung Komplett- abwicklung Alles aus einer Hand Inklusive Ergebnis für den Leasingnehmer Volle Planungssicherheit Minimaler Administrationsaufwand Eine fixe Pauschale pro Monat
Praxisfall

Welches Leasingmodell passt am besten?

Situation: Die IT-Beratung Netzwerk GmbH beschäftigt 12 Aussendienstmitarbeitende. Die Geschäftsleitung will die gesamte Fahrzeugflotte erneuern. Folgende Anforderungen bestehen: Die monatlichen Kosten sollen planbar und fix sein. Versicherung, Wartung und Reifenwechsel sollen im Vertrag enthalten sein. Die Administration für die Fahrzeuge soll möglichst gering bleiben.

Frage: Welche Leasingvariante empfehlen Sie der Netzwerk GmbH?


Fazit und Zusammenfassung

Der Schweizer Leasingmarkt bietet Privatpersonen und Unternehmen eine breite Palette an Finanzierungslösungen. Die Wahl der passenden Leasingart hängt von den individuellen Bedürfnissen, der Nutzungsart und den finanziellen Rahmenbedingungen ab.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Privatleasing richtet sich an Einzelpersonen und untersteht dem Konsumkreditgesetz (KKG). Business Leasing ist speziell auf Unternehmen zugeschnitten und bietet steuerliche Vorteile.
  • Restwertleasing und Kilometerleasing unterscheiden sich in der Abrechnungsbasis. Beim Restwertleasing wird der Fahrzeugwert bei Vertragsbeginn fixiert. Beim Kilometerleasing bestimmt die vereinbarte Fahrleistung die Rate.
  • All-inclusive Leasing beinhaltet zusätzliche Dienstleistungen wie Versicherung, Wartung und Reifen. Die Monatsrate ist zwar höher, dafür ist die Planungssicherheit maximal.
  • Pay-as-you-earn Leasing eignet sich besonders für Investitionsgüter, die sich aus dem laufenden Ertrag selbst finanzieren. Es erfordert keine Vorfinanzierung und schont die Liquidität.
  • Direktes Leasing bedeutet eine Zwei-Parteien-Beziehung zwischen Hersteller und Leasingnehmer. Beim indirekten Leasing schaltet sich eine Leasinggesellschaft oder Bank dazwischen.
  • Full-Service-Optionen ergänzen klassische Leasingverträge um umfassende Dienstleistungspakete. Sie eignen sich besonders für Unternehmen, die den administrativen Aufwand minimieren wollen.
Praxistipp: Bei der Wahl der Leasingart sollten Sie immer die Gesamtkosten über die Vertragslaufzeit vergleichen. Eine tiefere Monatsrate bedeutet nicht automatisch tiefere Gesamtkosten. Achten Sie besonders auf Restwertrisiken, Kilometerabweichungen und allfällige Zusatzkosten bei Vertragsende.

Vertiefen Sie Ihr Wissen zu Finanzierung und Rechnungswesen.

Auf online-kurs.ch finden Sie praxisorientierte Selbstlernformate zu Finanzbuchhaltung, MWST, Sozialversicherungen und mehr.

Jetzt Kurse entdecken

Möchten Sie mehr erfahren? Hier finden Sie spannende Live-Webinarkurse!

März 2026

Mehrwertsteuer verstehen

Lernen Sie die Mehrwertsteuer verstehen und korrekt anwenden! Dieser Kurs vermittelt Ihnen in 8 Live-Webinaren zu je 3 Stunden das Know-how für MWST-Quartalsmeldungen und professionelle Buchhaltungsführung. Jetzt anmelden!
03 März
18:30 - 21:30
Webinar mit zoom

Finanzbuchhaltung Basiswissen

Steigen Sie erfolgreich in die Welt der Buchhaltung ein, auch ohne Vorkenntnisse! Unser Live-Webinarkurs vermittelt Ihnen in 3 Terminen die essentiellen Grundlagen der Schweizer Finanzbuchhaltung nach Obligationenrecht und Kontenrahmen KMU. Jetzt anmelden!
04 März
19:00 - 21:00
Webinar mit zoom

Direkte Steuern bei juristischen Personen

Lernen Sie die Steuererklärung von juristischen Personen korrekt ausfüllen! Dieser Kurs baut auf dem Basiswissen der Finanzbuchhaltung auf und vermittelt Ihnen in 5 Live-Webinaren z je 3 Stunden das Know-how zu den direkten Steuern bei Unternehmen. Jetzt anmelden!
05 März
18:30 - 21:30
Webinar mit zoom

Sozialversicherungen der Schweiz

Lernen Sie die Sozialversicherungen in der Schweiz verstehen! Dieser Kurs vermittelt Ihnen in 8 Live-Webinaren zu je 3 Stunden alle wichtigen Aspekte für eine erfolgreiche Arbeit in der Lohnadministration und Personalabteilung. Jetzt anmelden!
12 März
18:30 - 21:30
Webinar mit zoom

Finanzbuchhaltung für Profis

Werden Sie ein Profi rund um Fragen zur Finanzbuchhaltung! Dieser Kurs baut auf dem Basiswissen auf und befähigt Sie, selbstständig eine Buchhaltung zu führen oder professionell zu beaufsichtigen, in 12 Live-Webinaren zu je 3 Stunden. Jetzt anmelden
30 März
19:00 - 22:00
Webinar mit zoom
Keine Veranstaltung gefunden
Vorher Weiter
Total Events: 29